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Die Fußball-WM ist
gerade mal acht Monate vorbei, da blicken
die Fans schon mit Spannung auf das nächste
Highlight: Die Europameisterschaft 2008 in
Österreich und der Schweiz. Ab sofort läuft
der Vorverkauf.
Die Ziele sind hoch gesteckt: "Wir wollen
die beste Europameisterschaft organisieren,
die es je gab", sagt EURO-Geschäftsführer
Martin Kallen. Und auch bei der
Ticket-Vergabe haben sich die Organisatoren
der Endrunde des kontinentalen
Fußball-Turniers vom 7. bis 29. Juni 2008 in
Österreich und der Schweiz vorgenommen, neue
Maßstäbe zu setzen: Mehr Tickets, weniger
Bürokratie, günstigere Preise.
Auch wenn außer den beiden Ausrichtern noch
kein weiteres Team qualifiziert ist, so
beginnt schon jetzt, 464 Tage vor Beginn der
EM, der Vorverkauf für die 31 Spiele. Ab
heute (1.3.) gehen die ersten 367.000 von
insgesamt einer Million EM-Tickets in den
Vorverkauf. Die Karten können bis Ende März
über das Internet unter www.euro2008.com
geordert werden. Wer genügend Zeit und
Energie mitbringt, findet sogar bei einem
Sprachenwechsel und nach überstandener
Warteschlange (Achtung: Appenzeller Tempo!)
das Bestellformular. Allerdings: Zunächst
muss natürlich der Kartenantrag registriert
werden, weil beim Betreten des
Eintrittskartenportals nach
Kundenreferenznummer und Passwort gefragt
wird - sonst könnte ja jeder kommen …
Jeder Antrag
hat die gleiche Chance
Vorher heißt es aber: Bedingungen (viele
Seiten lang) lesen und akzeptieren. Pro
Person und Spiel dürfen maximal vier Tickets
gebucht werden - und pro Spieltag nur Karten
für ein Spiel. Neben diesen "Individual
Match Tickets" (von 45 bis 550 Euro,
zuzüglich Verwaltungsgebühr) gibt es noch
zwei weitere Optionen: "Follow My Team
Group" - da geht's um Karten für drei
Gruppenspiele des Lieblingsteams
(Gesamtpreis: 240 Euro, plus Servicegebühr)
- und "Follow My Team Tournament": alle
Spiele einer Mannschaft für eine Pauschale
von 865 Euro.
Doch wie schon bei der WM in Deutschland,
die Nachfrage dürfte das Angebot bei weitem
übersteigen. EUO-Medienchef Wolfgang Eichler
geht davon aus, dass die Zahlen ähnlich sein
werden wie bei der WM in Deutschland. Dort
war das Verhältnis in der ersten
Verkaufsphase 1:6, sprich: Die Nachfrage hat
das Angebot um das Sechsfache überstiegen.
Am Ende wird das Los entscheiden. Es macht
übrigens keinen Unterschied, wann die Karten
im März bestellt werden. Wegen des zu
erwartenden Ansturms haben sich die
Organisatoren gegen das "First come, first
serve"-Prinzip entschieden. Jeder Antrag hat
bei der Verlosung die gleiche Chance.
Personalisierung bleibt auf Kartenkäufer
beschränkt
Gespielt wird in Basel, Bern, Genf und
Zürich sowie in Wien, Salzburg, Innsbruck
und Klagenfurt. Da die Stadien relativ klein
sind, gibt es zwar deutlich weniger Tickets
als bei der WM, dafür erhält jede Mannschaft
ein größeres Kontingent pro Spiel für ihre
Fans. Bei der WM waren es nur acht Prozent,
bei der EURO 2008 werden es 20 Prozent sein.
Bislang steht zumindest fest: Die Fans
können im Vergleich zur vergangenen
Weltmeisterschaft in Deutschland auf weniger
lästige Vorschriften bei der Ticketvergabe
hoffen. Laut EURO-Medienchef Eichler soll
sich "die Personalisierung auf die
Kartenkäufer reduzieren". Demnach können
Eintrittskarten ohne weitere Registrierung
an Familienmitglieder und Freunde
weitergegeben werden. Ein aufwendiges
Umschreiben der Karten wie noch bei der WM
in Deutschland ist damit nicht mehr nötig.
Trost gibt es für alle Anhänger, die keine
Karte ergattern: Die Organisatoren planen
ein ähnlich großes Public-Viewing-Angebot
wie bei der WM in Deutschland. |
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